Psychische Schäden durch Drogen

Drogen werden zwar immer wieder als Teufelszeug publik gemacht, doch den wenigsten ist klar, was für Schäden die Drogen anrichten können. Hierbei unterscheidet man in die rein körperlichen und die psychischen Schäden, die Drogen hervorrufen.

Die körperlichen Schäden werden mittlerweile immer häufiger mit Lehrfilmen und Co. dargestellt. Auch können sie dank moderner IT-Lösungen, die ihren Einsatz im medizinischen Bereich finden, leicht sichtbar gemacht werden. Die psychischen Schäden, die Drogen hervorrufen, sind dagegen nicht einmal ansatzweise so gut erforscht. Hier kann bisher nur auf wenige Studien zurückgegriffen werden, um die Problematik des Drogenkonsums tatsächlich darzustellen.

Psychische Abhängigkeit oft stärker

So zeigte sich in einigen Untersuchungen, dass die körperliche Abhängigkeit von den Drogen häufig gar nicht so stark ausgeprägt ist, wie es etwa bei der psychischen Abhängigkeit der Fall ist. Vielfach werden die Konsumenten von Drogen während des Rauschs in einen sehr angenehmen Zustand versetzt. Sie fühlen sich glücklich und sind zufrieden mit sich selbst. Nach diesem Gefühl sehnen sie sich dann oft, wenn sie gerade nicht auf Drogen sind. Dadurch steigt die psychische Abhängigkeit.

Natürlich kann es auch zu den so genannten Horrortrips kommen, bei denen die Betroffenen unter Angstzuständen, Panikattacken und Co. leiden. In diesem Fall ist nur die körperliche Abhängigkeit von Bedeutung. Im ersten genannten Fall sind jedoch die psychischen Abhängigkeiten oft stärker ausgeprägt.

Darüber hinaus sind Drogen oft eine Möglichkeit, zu einer Gruppe dazu zu gehören. Gerade Jugendliche wollen dieses Zusammengehörigkeitsgefühl sehr häufig erleben und nehmen deshalb Drogen. Wenn sie auf den Konsum der Drogen verzichten, fühlen sie sich nicht mehr der Gruppe zugehörig, sie kommen sich ausgegrenzt vor. Dieses Gefühl kann, insbesondere dann, wenn kein anderer, drogenfreier Freundeskreis vorhanden ist, langfristig zu Depressionen führen. Diese stellen weitere psychische Schäden durch Drogen dar, die vielfach unterschätzt werden.

Forschung muss noch weiter gehen

Obwohl man mit diesen Grundlagen zwar schon einige Kenntnisse über die psychischen Schäden durch Drogen vorweisen kann, müssen diese noch deutlich besser erforscht werden. Langzeitstudien sind hierfür notwendig. Dabei müssen sowohl aktuell Drogenabhängige, als auch ehemals Süchtige einbezogen werden. Nur so können die Folgen, die der Drogenkonsum für die Psyche hat, auch über einen langen Zeitraum erforscht werden.

Denn es ist anzunehmen, wenn auch noch nicht ausreichend erforscht, dass Langzeitschäden durch einstigen Drogenkonsum auftreten können. Wie diese aussehen und wie man sich davor schützen kann, das muss in entsprechenden Studien erst einmal ermittelt werden. Wichtig ist aber weiterhin, den Drogen den Kampf anzusagen. Denn insgesamt können Haschisch, LSD, Ecstasy, aber auch Alkohol oder Zigaretten keine guten Begleiter im Leben sein. Dessen sollte sich Jedermann bewusst sein, was jedoch nur durch eine entsprechende Aufklärung in der Öffentlichkeit bewerkstelligt werden kann.

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