Drogensucht bekämpfen

Drogen sind heute längst keine Seltenheit mehr. Denn bereits die alltäglichen und von der Gesellschaft als harmlos angesehenen Genussmittel, wie Alkohol und Nikotin sind Drogen und führen zur Sucht. Gleiches kann durch Medikamente erfolgen, wie Schlaftabletten oder Stimmungsaufheller. Sie können schnell süchtig machen und gelten deshalb als Drogen. Damit zeigt sich an diesen einfachen Beispielen, dass neben Haschisch, Heroin und Kokain auch ganz normale Genussmittel zur Droge werden können. Die Bekämpfung einer Drogensucht ist dagegen nur schwerlich möglich. Hierbei gibt es verschiedene Ansatzpunkte, die je nach Art der Droge und der Stärke der Sucht variieren können.

Am bekanntesten ist beispielsweise die Entziehungskur bei Alkoholkranken. Sie werden schnell in eine Klinik gesteckt, wo sie lernen sollen, ohne Alkohol zu leben. Doch alleine der körperliche Entzug der Drogen führt mit Sicherheit nicht zur erfolgreichen Bekämpfung selbiger. Vielmehr muss der psychische Aspekt mit berücksichtigt werden. So müssen Alkoholiker zum Beispiel erkennen, warum sie trinken, was sie trinken und welche Auslöser das erste Mal für den überhöhten und / oder regelmäßigen Alkoholkonsum geführt haben. Erst wenn diese Fragen mit in eine Therapie gegen Drogen bzw. Alkohol integriert werden, kann diese auch erfolgreich durchgeführt werden.

Hierbei ist es entscheidend, den Einzelnen näher kennen zu lernen, zu hinterfragen, ob vielleicht bestimmte schockierende Erlebnisse im eigenen Leben zur Alkoholabhängigkeit geführt haben. Viele Menschen trinken aus Trauer, aus Wut oder weil sie ihre Probleme vergessen wollen. Das Trinken wird eine Art Ablenkungsmanöver, einfach, weil man mit dem entsprechenden Alkoholpegel den Kopf frei bekommt und seine Probleme, zumindest kurzzeitig, vergessen kann. Doch schnell wird immer öfter zur Flasche gegriffen und selbst kleine Missgeschicke im Alltag, wie das Stolpern oder das Bekleckern mit etwas Saft führen zu einer solchen Wut, dass diese mit Alkohol beruhigt werden muss.

Wird nun in der Therapie hinterfragt, wodurch der starke Alkoholkonsum bedingt ist, können auch Lösungswege aufgezeigt werden. Anstelle des Alkohols als Ablenkungsmanöver können Fingerspiele, Entspannungsmethoden oder andere Beschäftigungen erlernt werden, die den Griff zur Flasche verhindern.

Kosten der erfolgreichen Therapie gegen Drogen

Wer einmal süchtig ist, der schafft es oft nicht, ohne fremde Hilfe aus der Sucht nach Alkohol, nach Heroin oder auch einfach nur nach Nikotin herauszukommen. Deshalb gibt es spezielle Therapien und entsprechende Einrichtungen, in denen ein Entzug sowohl körperlich, als auch seelisch durchgeführt werden kann. Für Bekämpfung der Sucht nach Alkohol übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Allerdings sollten Betroffene sich auch in Selbsthilfegruppen, wie den Anonymen Alkoholikern, organisieren. Die regelmäßig stattfindenden Treffen helfen, sich gegenseitig aufzubauen und so den Teufelskreis zu durchbrechen.

Das Metadon-Programm, das bekannt dafür ist, bei Heroin-Süchtigen eingesetzt zu werden, zählt ebenfalls zu den Therapien gegen die Drogensucht, die von der Krankenkasse bezahlt werden. Ein aktuelles Urteil bestätigt allerdings, dass lediglich die gesetzlichen Kassen zur Übernahme der Kosten verpflichtet sind, die privaten Kassen dürfen die Kostenerstattung verweigern.

Ein Problem ergibt sich auch für Raucher, für sie gibt es keine offiziell anerkannten Programme zur Entwöhnung. Es muss einfach im Hirn „Klick“ machen, behaupten viele. Zahlreiche Mittelchen, wie die Nikotin-Pflaster und -Kaugummis werden angeboten. Deren Wirksamkeit ist jedoch nicht eindeutig bestätigt, so werden die Kosten auch nicht übernommen. Wer sich das Rauchen abgewöhnen will oder am Metadon-Programm teilnehmen will, aber privat versichert ist, muss sich hierfür günstige Privatkredite suchen. Nur so lassen sich die teils massiven Kosten überhaupt von den Patienten tragen. Dabei ist es natürlich ebenfalls wichtig, nach Möglichkeit nicht auf leere Versprechen zu hören, wie es bei den Nikotin-Präparaten oft der Fall ist. Sinnvoller ist es, die Entwöhnung mit dem Arzt zu besprechen, der wirklich wertvolle Tipps geben kann oder sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Selbsthilfegruppen gibt es mittlerweile auch für Raucher, die sonst kaum eine Anlaufstelle finden, wollen sie mit dem Rauchen aufhören.