Auswirkungen der Drogensucht auf Partnerschaft und Familie
Drogensucht stellt eine Erkrankung dar, die massive schädigende Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit des Abhängigen hat. Aber auch die Konsequenzen für das soziale Umfeld dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Gerade Familie, Freunde und Partner stehen der Drogenabhängigkeit oft hilflos gegenüber und geraten nicht selten als Coabhängige in einen gefährlichen psychischen Strudel der Drogensucht. Selbstverständlich gibt es hier Institutionen und Selbsthilfegruppen, die speziell mit den Menschen arbeiten, die Jemandem in Drogenabhängigkeit nahe stehen. Umgekehrt haben Familie und Partner aber auch eine ungeheure Aufgabe, wenn ein Drogenabhängiger sich in Abstinenz und Rehabilitation befindet.
Aufgaben des sozialen Umfeldes bei der Rehabilitation Drogenabhängiger
Welche Funktion das soziale Umfeld für eine abhängige Person in Rehabilitation wahrnimmt, hängt natürlich maßgeblich damit zusammen, inwieweit der Süchtige die Hilfestellung durch sein Umfeld akzeptiert und in welchem Umfang es in das Ausmaß der Sucht involviert ist. Zweifelsohne können die Sozialkontakte jedoch die Pfeiler im Leben des Rehabilitanden darstellen, Konstanten, auf die er sich verlassen kann und die ihm den Bezug zum „normalen“ Leben sichern.
Sie leisten nicht selten massive Motivationsarbeit, wenn der Drogenabhängige sich an seinen körperlichen und geistigen Grenzen sieht und der Griff zur Droge den vermeintlich einfacheren Weg der Problemlösung darstellt. Wichtig ist es dabei jedoch immer, dass ganz konsequent vermittelt wird, dass die Hilfestellung nur bei der Rehabilitation erfolgt, den Weg in einen Rückfall der Abhängige jedoch alleine und ohne Unterstützung gehen muss.
Partnersuche während der Drogensuchtrehabilitation
Glücklich können sich all diejenigen schätzen, die über die Sucht hinweg von einem Partner begleitet werden, der in keinster Weise selbst mit Drogen in Kontakt steht. Ist der Partner selbst in die Drogenthematik involviert, so stellt das die denkbar schlechteste Ausgangssituation dar, außer, der Partner hat sich ebenfalls zu einem Leben in Abstinenz entschieden und man kann diesen Weg gemeinsam gehen.
Hat man während der Drogenabhängigkeit keiner Partnerschaft beigewohnt, so stellt sich während der Rehabilitation fast automatisch der Wunsch nach einer stabilen Beziehung, sozusagen einem „geregelten“ Leben ein. Die Partnersuche jedoch gestaltet sich oftmals mehr als schwierig. Der soziale Kontakt jenseits der Familie beschränkt sich im Verlauf einer Drogensucht fast ausschließlich auf ebenfalls Abhängige, wie sich der gesamte Lebensinhalt oftmals auf die Sucht bezieht. Genau dieses soziale, mit Drogensucht behaftete Umfeld soll man in der Rehabilitation meiden und in letzter Konsequenz damit abschließen.
Bei der Partnersuche greifen deshalb nicht wenige Rehabilitierenden auf die Hilfe von Partnerbörsen zurück. Der Vorteil einer solchen Partnerbörse ist ganz klar, dass man Kontakt zu möglichen Partnern fernab der Abhängigkeit herstellen kann. Wichtig ist es dabei natürlich, nicht gleich bei den ersten Kontakten zu den über die Partnerbörsen kennengelernten Menschen über die Drogensucht zu sprechen. Bei Intensivierung des Kontakts ist aber absolute Offenheit angesagt. Auch unter Zuhilfenahme einer Partnerbörse kann man zwar einen neuen Zukunftsweg mit einem Partner einschlagen, die eigene Vergangenheit gehört jedoch zum Leben dazu und darf nicht totgeschwiegen werden. Nur so ist eine glückliche Beziehungsentwicklung mit Hilfe einer Partnerbörse möglich.
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